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Bad Aibling

Foto: pixabay.com
Menschliches Versagen war laut Zeitungsbericht Ursache für Zugunglück in Bayern

Die Fehlentscheidung eines Fahrdienstleiters im Stellwerk von Bad Aibling ist offenbar der Grund für das Zugunglück mit mindestens zehn Toten nahe der oberbayerischen Stadt. Dies berichten die Zeitungen des RedaktionsNetzwerks Deutschland, dem mehr als 30 Tageszeitungen angehören, unter Berufung auf Ermittlerkreise.

Demnach hat ein Bahnbediensteter das automatische Signalsystem ausnahmsweise außer Kraft gesetzt, um einen verspäteten Triebwagen noch „quasi von Hand durchzuwinken". Der Triebwagen hätte, um dem entgegenkommenden Zug auszuweichen, rechtzeitig einen sogenannten Begegnungspunkt erreichen müssen: Dort ist die ansonsten eingleisige Strecke zweigleisig ausgebaut. Das gelang jedoch nicht, so kam es zu der Katastrophe.

Die Polizei wies diesen Bericht am Abend zurück. Man stehe noch ganz am Anfang der Ermittlungen.

Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) hatte am Nachmittag auf einer Pressekonferenz noch keine Erklärung zur Ursache geben können. Er sagte, dass die eingleisige Strecke mit einem Sicherungssystem ausgestattet sei, das Züge im Ernstfall automatisch abbremst. Warum das Unglück dennoch passieren konnte, würden nun Experten des Eisenbahn-Bundesamtes ermitteln. Die verunglückten Züge hätten Blackboxes an Bord, die nun ausgewertet würden.

Vom Eisenbahnbundesamt fordert der Verkehrsminister von NRW, Michael Groschek (SPD), schnelle Aufklärungsarbeit: "Es muss schnell auch öffentlich sagen, was zu dem Unglück geführt hat. Die Kunden haben ein Recht darauf, zügig von offizieller Seite bestätigt zu bekommen, dass die Sicherheit auf den Bahn- und Gleisanlagen gegeben ist." Es dürfe keinen Vertrauensverlust in das Verkehrsmittel Bahn geben, sagte der Minister der Rheinischen Post.

 


Link: Schweres Zugunglück in Bayern - das ist der Stand

Am Dienstag Morgen stießen gegen 06:48 Uhr ein Meridian-Zug von Holzkirchen nach Rosenheim und ein Meridian-Zug von Rosenheim nach Holzkirchen auf Höhe Bad Aibling zusammen. Die beiden Züge sollten sich fahrplanmäßig im Bahnhof von Kolbermoor begegnen. Beide Züge kollidierten an der eingleisigen Bahnstrecke zwischen dem Haltepunkt Bad Aibling Kurpark und dem Bahnhof Kolbermoor. Insgesamt befanden sich rund 150 Fahrgäste in beiden Zügen. Mindestens zehn Personen wurden getötet.

 

Im Einsatz waren laut Innenministerium Bayern rund 215 Einsatzkräfte der Bayerischen Polizei, 50 von der Bundespolizei, etwa 180 Feuerwehrleute aus der gesamten Region, rund 200 Kolleginnen und Kollegen von Rettungsorganisationen, Bergwacht und Wasserwacht sowie circa 30 Einsatzkräfte des Technischen Hilfswerks. Dazu kommen rund 18 Hubschrauber von Rettungsdienst, Polizei und Bundeswehr.

Demnach hat ein Bahnbediensteter das automatische Signalsystem ausnahmsweise außer Kraft gesetzt, um einen verspäteten Triebwagen noch „quasi von Hand durchzuwinken". Der Triebwagen hätte, um dem entgegenkommenden Zug auszuweichen, rechtzeitig einen sogenannten Begegnungspunkt erreichen müssen: Dort ist die ansonsten eingleisige Strecke zweigleisig ausgebaut. Das gelang jedoch nicht, so kam es zu der Katastrophe.

Die Polizei wies diesen Bericht am Abend zurück. Man stehe noch ganz am Anfang der Ermittlungen.

Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) hatte am Nachmittag auf einer Pressekonferenz noch keine Erklärung zur Ursache geben können. Er sagte, dass die eingleisige Strecke mit einem Sicherungssystem ausgestattet sei, das Züge im Ernstfall automatisch abbremst. Warum das Unglück dennoch passieren konnte, würden nun Experten des Eisenbahn-Bundesamtes ermitteln. Die verunglückten Züge hätten Blackboxes an Bord, die nun ausgewertet würden.

Vom Eisenbahnbundesamt fordert der Verkehrsminister von NRW, Michael Groschek (SPD), schnelle Aufklärungsarbeit: "Es muss schnell auch öffentlich sagen, was zu dem Unglück geführt hat. Die Kunden haben ein Recht darauf, zügig von offizieller Seite bestätigt zu bekommen, dass die Sicherheit auf den Bahn- und Gleisanlagen gegeben ist." Es dürfe keinen Vertrauensverlust in das Verkehrsmittel Bahn geben, sagte der Minister der Rheinischen Post.

 


Link: Schweres Zugunglück in Bayern - das ist der Stand

Am Dienstag Morgen stießen gegen 06:48 Uhr ein Meridian-Zug von Holzkirchen nach Rosenheim und ein Meridian-Zug von Rosenheim nach Holzkirchen auf Höhe Bad Aibling zusammen. Die beiden Züge sollten sich fahrplanmäßig im Bahnhof von Kolbermoor begegnen. Beide Züge kollidierten an der eingleisigen Bahnstrecke zwischen dem Haltepunkt Bad Aibling Kurpark und dem Bahnhof Kolbermoor. Insgesamt befanden sich rund 150 Fahrgäste in beiden Zügen. Mindestens zehn Personen wurden getötet.

 

Im Einsatz waren laut Innenministerium Bayern rund 215 Einsatzkräfte der Bayerischen Polizei, 50 von der Bundespolizei, etwa 180 Feuerwehrleute aus der gesamten Region, rund 200 Kolleginnen und Kollegen von Rettungsorganisationen, Bergwacht und Wasserwacht sowie circa 30 Einsatzkräfte des Technischen Hilfswerks. Dazu kommen rund 18 Hubschrauber von Rettungsdienst, Polizei und Bundeswehr.


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(Zuletzt geändert: Mittwoch, 10.02.16 - 07:35 Uhr   -   4231 mal angesehen)

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