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Ökologische Weihnachtsbäume

Foto: RTF.1
NABU gibt Tipps, worauf beim Kauf eines Christbaums geachtet werden sollte

Es sind nur noch wenige Wochen bis Weihnachten. Langsam wird es Zeit, sich einen Weihnachtsbaum auszusuchen.

Der NABU-Landesvorsitzende Johannes Enssle empfiehlt, beim Kauf des Baumes auf regionale Herkunft mit kurzen Transportwegen zu achten. Dabei sollten Bäume aus Durchforstung gewählt werden, weil diese im Wald ohnehin geschlagen werden müssen und von einigen Forstämtern dann verkauft werden.

Giftfreie Bäume

Mehr als 80 Prozent der verkauften Christbäume stammen aus Monokulturen, in denen gespritzt und gedüngt wird. Eingesetzt werden Insektizide gegen Rüsselkäfer und Läuse, Herbizide gegen konkurrierendes Gewächs und Mineraldünger für einen gleichmäßigen Wuchs sowie eine intensive Grün- und Blaufärbung der Nadeln. Mit chemischer Behandlung herangezüchtete Christbäume, die nahezu perfekt aussehen.

Hier sollten Verbraucher ihre Ansprüche überdenken: natürlich statt perfekt sollte das Ziel sein. Um natürliche Bäume zu kaufen, können sich Verbraucherinnen und Verbraucher an den Siegeln von Naturland, Bioland, Demeter und Forest Stewardship Council (FSC) orientieren. Sie garantieren, dass die Flächen, die zur Neupflanzung für Weihnachtsbaum-Kulturen vorgesehen sind, mechanisch vom Aufwuchs befreit werden, und nicht mit Herbiziden kahlgespritzt werden. Häufig kommen Schafe als umweltfreundliche Rasenmäher zum Einsatz.

Bäume mit Wurzelballen als Alternative

Eine Alternative zum geschlagenen Baum sind solche mit Wurzelballen. Bevor der Weihnachtsbaum dann von der Terrasse oder dem Balkon ins warme Wohnzimmer zieht, sollte er sich im Keller oder in der Garage akklimatisieren. Wer ihn alle zwei Tage über eine Schale von unten gießt und hell stellt, schafft gute Überlebenschancen. Der Ausflug ins Warme sollte nur kurz dauern, damit der Baum nicht mitten im Winter frisch treibt. Nach dem Auszug muss der Ballen für einige Zeit vor Frost geschützt werden.

Ein neuer Großstadttrend sind gemietete Bäume im Topf. Allerdings sollte hier bedacht werden, dass die Bäume meist aus belasteten Monokulturen stammen und zum Teil lange Transportstrecken zurücklegen. Und es ist ungewiss, wie viele der gemieteten Bäumchen tatsächlich mehrere Weihnachtsfeste überstehen.

Plastikbäumchen keine Alternative

Von Plastikbäumchen als bequeme Alternative rät der NABU ab. "Mit Plastimüll haben wir ja wirklich genug Sorgen, dafür braucht es nicht noch einen Baum aus Plastik!", so Enssle.

Die Kunstbäume haben eine schlechte Klimabilanz: für die Produktion und den Transport wird viel Energie benötigt. Echte Bäume nehmen CO2 auf und stellen Sauerstoff her. Sie binden Wasser im Boden und können - sofern giftfrei hergestellt - nach der Nutzung problemlos kompostiert werden.

Auf Glitzerspray soltle man ebenfalls verzichten, weil es häufig aus PET besteht, das dann als Mikroplastik in die Umwelt gelangt. Und wer statt der Lichterkette auf echte Kerzen setzt, sollte sich nach Bienenwachskerzen umsehen.

 

Einen Überblick über lokale Anbieter gibt die Waldschutzorganisation Robin Wood.

(Zuletzt geändert: Freitag, 17.12.21 - 10:20 Uhr   -   612 mal angesehen)

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