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Gesundheit

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Debatte um Boni für Pflegekräfte - Wer soll sie erhalten?

Statt nur einigen Pflegekräften Bonuszahlungen zu gewähren, wie es Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) plant, kommen nun alternative Vorschläge zu möglichen Bonuszahlungen.

Der designierte CDU-Generalsekretär Mario Czaja wehrt sich gegen die Pläne von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD), nur einigen Pflegekräften Bonuszahlungen zu gewähren. Stattdessen plädiert Czaja für umfassendere Boni-Regeln in Kampf gegen Corona. Wer Sonderzahlungen für Pflegekräfte ins Spiel bringe, sollte vermeiden, sie nur einem eng begrenzten Kreis dieses Berufs zugestehen zu wollen, sagte Czaja dem Tagesspiegel: "In der Coronakrise sind die allermeisten Pflegekräfte ins persönliche Risiko gegangen - und auch die Männer und Frauen der Hilfsorganisationen und Krankentransportes sowie Ärzte und Sanitäter haben einen Bonus verdient." Wenn die Politik sich entscheide, nach 22 Pandemiemonaten einen Bonus zahlen zu wollen, dann sollte den "die volle erste Front" des Gesundheitswesens erhalten. Czaja ist ehrenamtlich DRK-Präsident in Berlin und war dort bis 2016 Gesundheitssenator.

Auch der Präsident der Berliner Ärztekammer, Peter Bobbert, fordert eine andere Bonuspolitik. "Selbstverständlich sollten alle Pflegekräfte berücksichtigt werden, darüber hinaus Ärzte und andere Berufe. Dazu zählen ganz klar etwa die Reinigungskräfte in den Kliniken und medizinische Fachangestellte in den Praxen", sagte Bobbert dem Tagesspiegel. "Denn auch in den Praxen unser Stadt herrscht seit Monaten ein Ausnahmezustand, insbesondere seit der Impfkampagne." Gut sei, wenn der Bund solche Prämien bald zahle, die Frage nach einer Reform des Gesundheitswesens aber lasse sich so nicht vermeiden, sagte Bobbert: "Der Fachkräftemangel wird nicht durch einen einmaligen Bonus abgewendet."

(Zuletzt geändert: Sonntag, 09.01.22 - 22:35 Uhr   -   572 mal angesehen)

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