Internationales Forscherteam widerlegt germanische Völkerwanderung
Ein internationales Forschungsteam mit Beteiligung der Universität Tübingen hat das bisherige Bild einer germanischen Völkerwanderung widerlegt.
Für die Studie hatten rund 60 Wissenschaftler 258 Genome aus einer Zeitspanne am Ende des Weströmischen Reichs analysiert. Die neuen Befunde zeigen, dass das traditionelle Bild einer germanischen Völkerwanderung mit großen, geschlossen wandernden Verbänden für diesen Untersuchungsraum falsch ist. Die genomischen Daten deuten vielmehr auf Bewegungen kleinerer Gruppen hin – ein Bild regionaler Mobilität und friedlicher Integration also.